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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Das Schlechte läßt sich nie dem Guten ähnlich drechseln,Sie sehn sich gar nicht gleich und sind nicht zu verwechseln.

Das Mittelmäßige dagegen, weil cs zwischenGutem und Schlechtem liegt, droht beides zu vermischen.

!> 8 .

Ein alter Weiser sprach: Den Mann mag's auch erbauen,Mit rechtem Sinne sich im Spiegel zn beschauen.

Sieht er sein Antlitz schön, so denk' er, etwas fehle,

2§o nicht ein schöner Geist die schöne Form beseele.

Und wo Unlieblichkeit er sieht in seinen Zügen,

So Hut' er sich, hinzu unholden Sinn zn fügen.

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D Seele, glaub' es nicht, was jene Denker sagen,

Beim Denken müsse man sich des Gefühls entschlagen,

Gefühl ein Hindernis sei ans des Denkers Spur,

Und selbst das Schöne steh' im Licht dem Wahren nur.

Streng sei vom reinen Thun des Geistes ansznschließcnDer Sinn; alsob so Sinn und Geist sich trennen ließen!

Ich weiß nicht, was sie so rein denkend vorgebracht.

Ich aber habe stets gefühlt, was ich gedacht.

100 ,

Wer gar nicht scherzen kann, der ist ein armer Mann,

Und nur noch ärmer ist, wer nichts wan scherzen kann.

Schwach ist ein Ernst, der stets vorm Scherz ist ans der Hut,Und schwächer noch ein Scherz, der nicht auf Ernste ruht,