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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Was ich gegeben hin, was ich auf mich genommen,

Ich kann nicht sagen, schwer sei es mir «»gekommen.

3 ».

Sie sagen mir, ich glanb's, allein ich fühl' es nicht,

Daß nun mein Haupt ein Kranz von Dichterlanb umflicht.

Was Hilst, den Andre sehn, der Kranz, den ich nicht fühle,Nicht fühle, daß er mir die heißen Schläfe kühle!

öl.

Nicht leicht ein Schönes wird, ein Gutes sein, wovonIch nicht gesagt ein Wort, gesungen einen Ton.

Drum kann ich wohlgemnth gehn durch die Einsamkeiten,Wo solche Chöre mich von Genien begleiten.

Aufsprosset sanft und mild mir hier und dort ein Bild,Und schmückt mit Frühlingstranm das winternde Gefild.

32 .

Wenn du das Höhere vom Niedern völlig trennst,

Nur jenes wahres Sein, dis nicht'ge Täuschung nennst.

So wird, emporgerückt, dir jenes fern erblassen,

Und dis, hcrabgedrückt, dir scheinen gottverlassen:

Du wirst, was dich umgibt, als zu gering verachten,Als unerreichbar doch das, was dir fehlt, betrachten.

Dann macht die Wirklichkeit, wie du sie mögest schelten,Ihr Recht ans dein Gefühl nur um so derber gelten;

Und jenes Ideal, wie hoch dn's mögest preisen,

Wird als ein Schattenbild unwirksam sich erweisen.