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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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38 .

Ein Tröpfchen, das zurück blieb in der Opfcrschale;

Ein Körnchen Reises nnverzehrt beim Opfermale;

Ein Stäubchen Aschen, aufbcwahrt vom Opfcrfeuer;

Die welke Blume, die gedient zur Opfcrstcner:

Mit hoher Andacht nimm, mit tiefer Ehrfurcht duDergleichen, was dir gibt dein Lehrer, dein Guru,

Nicht unter schätze dn's, nein über den Geschenken,

Die ein Verliebter nimmt zu Licbesangedenkcn;

In welchen Liebe glaubt das Höchste zu erbeuten,

Durch das nicht was sie sind, durch das was sie bedeuten.

89 ,

Von einem Höfling wird erzählt ans diesem Blatte,

Daß klüger als er selbst der Hund war, den er hatte.

Von diesem immer ward, so oft er mußte kommen

Zum Dienst in's Fiirstcnschloß, das Hnndlein mitgenommen.

Stets lief das Hündlein nach, bis daß einmal es zausteIm Schloß des Fürsten Hund, davor ihm künftig grauste.

Seit folgt' es seinem Herrn nicht weiter als zur Pforte,

Und wartete, bis er herauskam, an dem Orte.

Da sprach der Hofmann selbst: Mein Hund ist viel gescheiter,Daß er zur Pforte geht des Schlosses und nicht weiter.

Weil drin einmal gezaust ihm wurden Fell und Glieder,

Da ich, so oft gezaust, hineingeh' immer wieder.