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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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119
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Er hat bei allem, was er Hort, soviel zu denken,

Daß er kein voll Gehör kann dein Gehörten schenken.

Das Gähnen, lieber Sohn, es ist zwar unwillkürlichDoch abgewöhncn mußt du dir's als ungebürlich.

Ich habe me gesehn, daß, wenn dn auf den ZahnenWas Gutes hast zu kann, dir kam dabei ein Gähnen,

Auch würde dir dadurch des Kauens Kraft entristcn,Und fallen möchte dir aus offnem Mund der Bissen,

Beim Lernen aber ist das Gähnen gleich erweckt;Ich sehe, daß es dir nicht wie das Essen schmeckt

Wenn gähnend sich der Mund aufthnt, schließt sich das Ohr,So daß es nngehört des Lehrers Wort verlor.

Wenn gähnend sich der Mund aufthnt, gehn zn die Angen,Daß sie des Buches Schrift nicht aufznfassen taugen.

Des Lernens Süßigkeit hast du noch nicht empfundenSonst wäre dir die Lust zu gähnen ganz verschwunden

Das Wissen, wiß o Sohn, ist auch cm guter Bissen,Dem Seelengaumcn wird durch's Gähnen er entrissen.

Drum wenn beim Lernen dir ein Gähnen kommt, so hemm esEntschlossen mit dem Schloß der Zähne niederklcmm' es

So hat es dir vorerst den Bissen nicht genommen,

Und endlich wird ihm selbst die Lust vergehn zu kommen.

Muth ist die beste Kraft, zu allem Guten nöthigUnd willig sollst du sein dazu mit Lust erbötig,