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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
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Da ward er doch gewahr am Ende, daß ihm seiBeschwerlich auf der Fahrt die große Bücherei.

Und ließ zu besserer Bequemlichkeit beim ReisenAuszüge machen von hundert und einem Weisen.

Bon diesen ward gemacht ein Auszug, den beim ZugDes Königes gemach ein starkes Manlthicr trug.

Doch noch bequemer wollt' er haben seine Sachen,

Und ans dem Auszug ließ er einen Auszug machen.

Ein art'ges Büchlein ward nun ans der Manlthierbürdc,Das ans der Reise selbst der König trug mit Würde.

Doch immer noch zu sehr belästigte das ihn,

Des Auszugs Auszug ließ er ans noch einmal zieh».

Da zogen sie ihm ans dem ansgezogncn BuchDen Kern zusammen kurz in einen einz'gen Spruch.

Den faßt' er in's Gcmiith und könnt' ihn leicht behalten,Um seines Heils danach und seines Reichs zu walten.

Ob ihm dis Heil gelang? Wenn cr's nicht ganz vollbracht,So war's nur, weil er selbst den Auszug nicht gemacht.

Das aber ist gewiß, daß aus dem BüchcrwustDu machen für dein Heil solch einen Auszug mußt.

38 .

Du sollst den Stand, ans dem du stehest, nicht verkennen.Vom Jrd'schen Ewiges nicht eigenmächtig trennen.

Zu beiden bist du da, der Erde Kampf zu streiten.

Und dich zum Frieden vor des Himmels zu bereiten.

Wer feige Frieden nur sucht für sein eigen Theil,

Wird zum Verräther an der Welt gemeinem Heil.

Rücket. Lehrgedicht. ö