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Die Weisheit des Brahmanen : ein Lehrgedicht
Entstehung
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Die Stützen fehlen nicht, sie sind mir nicht zu sehn;

Und nuf sich selber steht, was selicint ans Nichts ;u stelin.

Was du begreifen kannst, sichst dn in seiner Blöße:Stets unbegreiflich ist die Schönheit und die Größe.

23 .

Ich streue Perlen ans, und Niemand achtet drauf:

Bald streu' ich keine mehr, dann lest ibr diese ans.

Wenn dn erkennen kannst, wie vielfach ist das Eins,Fällt mit der Vielheit ein die ganze Welt des Scheins.

Das Eins ist zweierlei, das Eine und das Zweite,

Die Zwei sind Eines mit sich selbst im Widerstreite.

Das eine Eins ist hier, das andre Eins ist dort,

Die tauschen unter sich den Namen und den Ort.

Blick' in den Spiegel und verdoppelt sichst dn dich:

Blick' weg, und ans in Eins löst sich das Doppel-Jch.

Im Spiegel ist dein Bild, dn selber aber bistNur dessen Spiegelbild, der Aller Urbild ist.

Wenn in den Spiegel er mit Liebcsblicken schaut.

Entsteht ein Weltbild, das, blickt er hinweg, zcrthant.

Drum preist die Liebe, die ihm stets den Spiegel kalt,Daß ibm, dem Einen, sich als zwei zu schaun gefällt!

Das Eins ist zweierlei, hier Einheit nncntzweit,

Dort in der Zweiheit hcrgestellte Einigkeit.

Eins ist der Punkt, der Kreis das andre, und das dritteAst zwischen Kreis und Punkt die viclthcilbare Milte.

Was ist der Kreis? Ein Punkt, der nm sich selber kreistUnd seinen Umfang wölbt, wie seinen Leib der Geist.