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Nachträge.
Zauberstück den Geist der Kaiserin Maria wieder in's Leben gerufen.Diese erschien um Mitternacht dem Gemahl, prachtvoll gekleidet undmit so ähnlichen Zügen, daß er sie sogleich erkennen mußte. Erzähltvon Derclinanck Denis: De ino^en LZs et In rennissnnos. Loienoesooonltes, p. 6 bei Donollet, Instoirs des seienees naturelles an niesenL§e, p. 255. Da der Kaiser Barbarossa bei der Geburt des Albertusbereits nicht mehr lebte, so ist die Erfindung der Sage offenbar.
Zu S. 157. Eine von Kaiser (S. 80) citirte Urkunde des Dom-kapitels Augsburg zeigt, daß Albert auf seiner Rundreise als Kreuz-prediger auch zu Donauwörth im Kloster zum heiligen Kreuz geweilthabe, weil er daselbst am 13. Mai 1263 einen Vergleich schloß zwischendem Bischöfe Hartmann von Augsburg und dem Grafen Ludwig vonOettingeu. Es wurde festgesetzt, daß der Graf die zum väterlichenErbe des Bischofs gehörigen Güter in Neresheim mit großem Zu-behör und vielen Rechten für 450 Mark Silbers pfandschäftlich erhaltenund daß das Schloß Stein bei Bopfingen demselben zurückgegebenwerden solle. Wenn Hr. v. Raiscr hiebei meinte, Albert sei damalsnoch Bischof von Regensburg gewesen, weil cs im Titel heißt: Venora-bilis pater Irater.^Illertus Dpisoopus, tune apvstolioae seclis DeZatns,so ist das unrichtig. Denn in der S. 157 angeführten Urkunde desKlosters Polling vom 5. Mai d. I. heißt er sich bereits MondoinDpiseopns Uatisponnensis. In der Urkunde des Augsburger Dom-kapitels ist wahrscheinlich das gnonäam übersehen worden.
Zn S. 225. In der leZencla aurea des 3. cle VoraZine lesenwir vom Tode des hl. Thomas von Aquin: Drei Tage vor seinemTode wurde ein Gestirn mit schrecklichem Schweife über dem Klostergesehen, wo Albertus wohnte. Im Augenblicke aber, wo dieser inMitte der Brüder das Abendmahl genoß, erbleichte das Gestirn undverschwand plötzlich. Da erschrack der berühmte Bischof gar sehr, ver-goß einen Strom von Thränen, und rief in prophetischem Tone aus:Der Bruder Thomas von Aquin, mein Sohn in Christo, das Lichtder Kirche, ist in diesem Augenblick in den Schooß des Ewigen ab-gerufen worden. Vgl. Uonoliet p. 241.
Zu S. 272. Der Maler, welcher i. I. 1571 an dem Hofthurm,erbaut vom Meister Heinrich Schlittenhclm, zu Lauingen die Gemäldeursprünglich ausführte, hieß Georg Brentcle, die lateinischen Verseunter den Bildern sind gefertigt vom damaligen Professor des LaningerGymnasiums Dr. Nikolaus Reußner. Renovationen der Gemälde ge-schahen i. I. 1615, 1685 und 1782. Vgl. Raiscr, S. 84.