Die Wissenschaft des sel. Albertus.
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Padua in der Lombardei, wie ein lang verschlossener Brunnen gesun-den wurde. Als dieser geöffnet wurde und Einer Hineinstieg, um ihn zureinigen,, starb er wegen des Dunstes jener Höhlung, und ebenso starbder Zweite; der Dritte wollte wissen, warum die Zwei so zögerten, neigtesich in den Brunnen und wurde so ohnmächtig, daß er erst nach zweiTagen zu sich kam; als aber der saulende Dunst in der Grube aus-geflogen, wurde der Brunnen gut und trinkbar
Zur Erklärung der Erdbeben erzählt Albert das früher geschil-derte Experiment: „Man nehme ein starkes Gesäß von Erz, das inner-lich gut hohl ist und oben eine kleine Oeffnung hat und eine et-was größere im Bauch; das Gefäß habe Füße, so daß der Bauch nichtdie Erde berührt; man fülle dann das Gefäß mit Wasser, verstopfejede Oeffnung mit Holz gut und lege es in sehr heißes Feuer. Dannentsteht Dampf im Gefäße, der sich verstärkt und von hinten hcraus-bricht durch die andre verstopfte Oeffnung, wenn er oben heransströmt,wirst er das Wasser über die Orte hin, die dem Feuer nahe liegenund wenn er unten herausbricht, wirft er das Wasser in das Feuerund durch die Gewalt des Dampfes schleudert er Brände, Kohlen undheiße Asche weit auf die umliegenden Orte: darum heißt man gewöhn-lich jenes Gefäß einen LrMntor (Blaser) und es pflegt geformt zuwerden nach dem Bilde eines Menschen, der bläst."
Albert erzählt auch: „Zu unserer Zeit sind mehrere Städte derNormandie, die im Meere untergegangen ^)." Ebenso: „Durch Erdbebensind schon Inseln in Mitte des Meeres entstanden. In unserer Zeitist die Insel Therasia im ägeischen Meere im Angesichte der Schifferentstanden
In der Abhandlung vom Donner und Blitz sagt Albert: „Einerauchige und schwarze Wolke ist sehr erdig und feuerhaltend; wennsie also durch feuchten Schlamm entzündet worden, wird ein schwarzeroder rother Stein daraus gekocht, der aus der Wolke fallt, Balken
Oaprieorni sixno et erat in xlnrivus oivitatibus illirm re^ionis et tre^uentiuseirea niecliam noeteni. INN. Meteor. p. 95.
1) Met. p. 96.
2) Gerade zuvor erklärt er auch die Sprünge der Mauern also: „Wenn eineMauer mit Cement von Kalk angecbnet wird, dann gibt es vom manchmal hervor-brechenden Dunst des Kalks Sprünge." ?. 98.
3) Inb. Meteor, ^veeiäit nostris temporibus suvmersio ^Inriuin villarum NII^ornianclias xartibu8. p. 100.
4) Il>i6. x. lOl.