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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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Die Wissenschaft des sel. Albertus.

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hat und darum süß ist, werden manchmal mit dem Regen viele Wasscr-thiere erzeugt, wie Fröschlcin, Würmer und kleine Fische. Der Grund ist:Das Warme, das in der Wolke ist, wenn es zu verdunsten anfängt,zieht mit sich das feine Feuchte, was in sich Erdhaftes gut gemischt ent-hält; darum ist es schleimartig (visoosurift; wenn aber das Schleimigezur Luft gebracht wird, beginnt es hart zu werden, sich zu setzen undin eine Haut zu verwandeln, in der das immer anschlagenbe WarmeLeben hcrvorbringt, dem dann durch die Kraft der Gestirne eine em-pfindende Seele zngefügt wird und so entsteht ein Thier ft.

Bei der Untersuchung über den Ursprung der Flüsse nennt Albertdie größten Flüsse der bekannten Welt und die Berge, in deren Schooßesie entspringen. Hiebei führt er über Deutschland ans alter Cosmo-graphie an: „Die Donau kommt von den Alpen, der Rhein und dieRhone vom schwäbischen Gcbirg, die Elbe von den Bergen Böhmens,die Chymis und Athysis von den Bergen der alemannischen Alpen." Erbemerkt hiebei, daß sich die Namen der Berge und Flüsse jetzt geän-dert hätten und wohl wieder ändern würden ft.

Als merkwürdiges Phänomen seiner Zeit erzählt Albert Folgendes:„Wunderbares hat sich in Alcmannien am Orte Laufen zngetragen.Dort ist ein tiefes Wasser, Nekar genannt, welches auf eine Meileweit drei Stunden des Tags ausgctrocknet war, so daß man im GrundeFische fangen konnte; unterhalb und oberhalb jener Meile fehlte aberdas Wasser nicht, ja war nicht einmal weniger; ich kam bald daraufan jenen Ort, untersuchte die Beschaffenheit desselben und fand balddie Ursache; der Grund war sehr fest, die Ufer find hoch, der Flußströmt zwischen nicht hohen Bergen hin; durch den dort eingeschlosse-nen Dampf ward der Grund gctheilt und erhoben; darum wich dasWasser am Anfänge jener Erhebung, und ging aus am Ende; als aberder Dampf verflogen, ging der Grund zurück und das Wasser floß wiezuerst ft."

Für die Erscheinung, daß manche Länder unter Wasser gesetzt,andre in das Trockene erhoben wurden, führt Albert Beispiele undGründe an ft.

In Betreff des rothen Meeres erzählt Albert: „Es hat frühergrünes Meer geheißen, weil wegen der Kälte jener Länder das Wasser

1) INd. Net. p. 38.

2) Idiä. x. 47.

3) Ibiä. x. 5l.

4) Idiä. x. 55.Sighart, Albert d. Große.

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