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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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Der sei. Albertus am Concil zu Lyon.

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um die Zeit der Messe unter Begleitung von zwei Kardiualdiaconenaus seinen Gemächern in die Kirche, wo ihm im Chore ein Traghim-mel bereitet war, und betete, wie es Sitte ist, die Terz und Sext,weil Fasttag war. Nach Beendigung derselben kam der Snbdiakonmit den Sandalen und beschuhte ihn, während die Kapcllänc die gewöhn-lichen Psalmen um ihn sangen. Nachdem er beschuht war und dieHände gewaschen, bekleideten ihn der Diacon und Subdiacon mit allenPontificalkleidcrn in weißer Farbe, weil es die Zeit zwischen Osternund Pfingsten war, und mit dem Pallium, als ob er die Messe feiernwollte. Darauf bestieg er unter Vorantragnng des Kreuzes die Kan-zel, welche aufgeschlagen und geschmückt war, und setzte sich unter demTraghimmel nieder, während ihm als Presbyter diente Simon vomTitel des hl. Martinns, als Diacon der Kardinal Othobonns. Aufder Kanzel assistirten als Kardiualdiaconen jener Othobonns vom heil.Hadrian, Jakob von St. Maria im Cosmedin, Gottfried vom heil.Georg in Velabro, Hubertus vom hl. Eustachius, und Matthäus vonder hl. Maria im Porticus. Zn seiner Seite saß der König Jakobvon Arragonien, dem auch einige KapellLne in Chorröckcn assistirten.Nachdem der oberste Hirte unter dem Traghimmel sich gesetzt, machteer das Kreuz über die Prälaten und die Versammlung, die ihm gegen-über saß auf eigens bereiteten hohen Sitzen. In Mitte des Schiffesder Kirche saßen die Patriarchen Pantaleon von Constantinopel undOpizio von Antiochia. Aus andern Sitzen zur Rechten des Papstessaßen Johann von Porto, Kardinal von St. Rnfina, Petrus von Tns-knlum, der Statthalter von Präneste, der Bruder Bonaventura vonAlbano, der Bruder Petrus von Ostia und Velletri, Bertrand vonSt. Sabina, alle Kardinalbischöse; zur linken Seite aber saßen Ave-rus vom Titel der hl. Praxedis, Wilhelm vom hl. Markus, Simeonvom Titel der hl. Cäcilia, alle Kardinalpriester. Nach diesen abersaßen zur Rechten und Linken die Primaten, Erzbischöfe, Bischöfe,Aebte und Prioren, und andre Kirchenprälaten in großer Menge, ohneüber den Platz zu streiten, weil der Papst befohlen hatte, sich zu setzenohne Präjudiz für ihre Kirchen. Unterhalb stand Bruder Wilhelmvom Hospital des hl. Johannes (Johannitcrmeister) und Bruder Ro-bert, Meister der Templer, und andre Brüder dieser Orden; ebensodie Gesandten der Könige von Frankreich, Deutschland, England, Si-cilicn und andrer Fürsten, Barone, und die Proknratorcn der Kapitelund Kirchen.

Die Kapelläne sangen nun die Antiphone: Erhöre uns, o Herr!Darauf erhob sich der Papst und sprach: Laßt uns beten! Die Kardinäle