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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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„Nicht gestorben ist die Reine,

Im Lerwachsnen Wald,

Vor dein Kreuze knieet eineSelige Gestalt.

Manche würden sie nicht kennen,Ach, ihr schwand der Leib,

Doch ich weiß sie dir zu nennen:Jtha ists, dein Weib."

Neubelebt sie zu begrüßenStürzt der Graf hinzu,

Knieet nieder ihr zu Füßen,Flehet: „Heilgc du,

Unwerth bin ich zu berührenDeines Kleides Saum,

Dir zu richten muß gebühren,

Und ich hoffe kaum.

„Kannst du dennoch mir vergeben,(Selig ist verzeih»)

Als dein Diener will ich leben,Will dein Knecht nur sein.

Ja, ich les in deinen Augen,

Daß dn mild vergiebst!

Aber soll mir Gnade taugen,Sprich, ob du mich liebst?"

K S.