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Wyl im K. St. Gallen.
Und bei dem Becher wechselt jetzt der Kriegsrath mit Gesang,
Und bald ein Lied das Ohr ergetzt, bald rasselt Schwerterklang.
Und hinten in dem Saale fern slehn fromme Mönche zu Gott,Erbitten Beistand ihrem Herrn vom Herren Zebaoth.
Der Abt den Becher hebt mit Lust: „Ihr Ritter, auf guten Krieg!Mir sagt die Stimm in meiner Brust, uns wird ein leichter Sieg!"
Und lustig klingen die Pocal', und Alle stimmen ein,
Da tritt der Thorwart in den Saal: was mag die Botschaft sein?
„Herr, der von Habsburg steht am Thor!" Da springen bei dem WortDie Ritter von dem Mal empor und stürmen zum Kampfe fort.
Der Abt hält sie zurück und spricht: „Wie viele mögens denn sein?" —„Herr, einen Andern seh ich nicht, der Graf ist ganz allein. ^
„Er hat kein Waffen als sein Schwert, keinen Panzer, keinen Helm,Zu reden er mit euch begehrt, er sieht nicht aus wie ein Schelm!"
Die Ritter murren unter sich: „Mag ihm der Teufel traun!"
Der Abt sprach: „Fürchtet er nicht mich, so kann auch ich ihn schaun !"
Das Thor, das that der Wächter auf, der Graf trat in den Saal,Er drängt sich durch den Ritterhauf und durch der Knappen Zahl.
Und freundlich trat er vor den Abt: „Herr, hört mich mit Geduld,Wir haben einen Stoß gehabt, ich weiß, mein war die Schuld.
Drum was durchs Recht ihr haben sollt, das will ich euch laßen gern:Und Solches ich euch sagen wollt, was dünket euch, ihr Herrn?" —
„Uns dünkt, ihr seid ein edler Feind, Herr Rudolf," rief der Abt,„Nehmt meine Hand, wir sind vereint, auch meinen Arm ihr habt!"
Und Rudolf aus dem Mantel zieht die feste Reitershand.
Sie schlagen ein, der Becher glüht, Gesang tönt durch die Wand.