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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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449
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Buch Horn'am Bodensee. 449

Die Diener dreun; doch Jener reißt stracks auf sein Haargewand.Und wie er ihr die Wunde weis't, hat sie ihn gleich erkannt.

Denn Ulrich ists! und wieder scheint die Sonn auf Buchhorns Au,Und eine zweite Hochzeit eint fürs Leben Herrn und Frau.

K. Förster.

207. Des Fischers Haus am Do-ensee.

Sein buntes Haus hat der Fischer gebautEs stehet dicht an den Wellen,

In der blauen Flut sichs beschautAls sprach es: Wer kann mich fällen?

Die Mauern, die sind so dicht;

Voll Korn und Wein find die Räume,

Es.zittert das SonnenlichtHerunter durch Blüthenbäume.

Und Neben winken hereinVon grünen, schirmenden Hügeln,

Die laßen den Wind nicht ein,

Die umhaucht nur der West mit den Flügeln.

Und am Ufer der Fischer steht,

Es spielt sein Netz in den Wellen;

Umsonst ihr euch wendet und dreht,

Ihr Karpfen, ihr zarten Forellen!

Sein frevelnder Arm euch ziehtIm engen Garn ans Gestade;

Kein armes Fischlcin entflieht,

Das kleinste nicht findet Gnade.

Auf steiget kein Waßerweib

Euch zu retten, ihr stillen, ihr guten!

Und lockt mit dem seligen LeibIhn hinab in die schwellenden Fluthen.