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Ueberlinger See.
205. Schwäbische Tafelrunde.
Neun Schwaben gierigen über LandZu einer Dornenhecken,
Allda der Jockel stille stand,
Thät Abenteuer schmecken.
Es schlief ein Has ganz starr im Gras,Die Ohren thät er recken,
Die Augen offen, hart wie Glas,
Es war ein rechter Schrecken.
Hätt Jeder ein Gewehr, gewissEr wollts fürn andern strecken;
So Haltens all neun nur ein Spies,
Wer darf den Has mit wecken?
Drum hieltens einen Kriegesrath,
All neun ganz einig schiere,
Sie wollten thun ein kühne ThatAn dem grausamen Thiere.
All neun an ihrem SchwabcnspießStehn männlich hintreinander,
„Du Jockel bist der Vorderst gwiß,"Sprach einer zu dem ander.
„Du Ragenohr, geh du voran!"
Der vorderst thät auch sprechen:
Ich muß dahinten vorne stahn,
Ich schieb, du must nur stechen."
Der Vorderst sprach: Wärst du vorn dran,Du sprächst nit mein Geselle,
Du Ragenohr, geh du voran,
Hier ist eine harte Stelle.