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Sieh! da pocht cs an die Pforten, wie von eines Todten KnochenLeis und scharf; und hohle Worte werden draußen schon gesprochen.
Durch die Thüre kommt geschritten Fridolin mit seiner Leiche:Landolf in der Richter Mitte sitzt dem Bruder gleich an Bleiche.
Weh! und aus des Todten Kehle, steigen Laute, halb verloren:Was beraubst du meine Seele, Bruder!" wehts ihm durch die Ohren.
»Ja ich zeuge diesem Frommen, daß mein Erb ihm zugefallen,
Gieb zurück was du genommen, laß getrost ins Grab mich wallen!"
Landolf sank ins Knie mit Beben: „Nimm dein Gut, Herr, nimm
das meine,
Meinen Athem nimm, mein Leben und behalte neu das deine!"
Doch es wandte sich die Leiche mit dem Führer in die Berge,Sehnte sich, der müde, bleiche nach der stillen Ruh der Särge.
Wie des Abendlichtcs Streifen, wie vom Mond zwei blasse Stralcn,Sah man längs dem Berg sie schweifen bis sic in den Wald sich stahlen.
Und vom schrecklichen Gerichte eilet Landolf hin zum Rheine,
Mit erbleichtem Angesichte ordnet er zu Ha-us das Seine.
Setzt das Kloster ein zum Erben seiner reichen Doppelhabe,
Neigt das Haupt zum sanften Sterben, ruht beim Bruder in dem Grabe.
G, Schwab.