Rh e i n fcld e n.
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Hörst, o Mutter, du nicht schallen da von fern das Wolfsgeheul?Ja, zum Fräße schlimmen Wölfen werden alle wir zu Theil.
Mutter, o den Sohn, den Kranken, siehst du in so arger Noth,Mutter, weist du, wer kann heilen alle Krankheit? — nur der Tod.
Immer jammert so der Kranke zu der greisen Mutter auf
Und das Schiff den Rhein hinunter reißt der Wellen hastger Lauf.
In die Strudel lenkt der Schiffmann, der hier die Gefahr nicht kennt,In die Strudel, die man ringsum, wohl mit Recht, die Wölfe nennt.
„Mutter, alle Krankheit heilen kann der eine Helfer Tod!
Weh! wie rings die Wölfe jappen! Weh dir Schiff in deiner Noth."
Nun Gebet und frohe Lieder sind mit einem Mal verhallt,Flutgcbrausc, Schiffeskrachen, lauter Jammer nur erschallt.
Weh, geborsten ist das Fahrzeug am verborgnen Klippcnpfahl,
Und der Pilger sind versunken hundert dreißig an der Zahl.
Wagner von Laufenvurg.
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196. St. Fridolin.
„Fridolin, der fromme Schotte, trat vor Landolf hin, den Grafen;Sprach: „Was GottcS ist, gicb Gotte! Ist dein Bruder nicht entschlafen ?
Der zu seiner Seele Frieden meinem hcilgen GotteshauseGut und Habe zubeschieden, liegt zu Glaris in der Klause.
„Warum erntest du die Felder, die dem Herrn zu schneiden wären?Warum fällest du die Wälder, die dem Kirchenbau gehören?
„Wagest dus, den Rausch zu trinken von dem rothen Ehrenweinc,Der im heilgcn Kelch soll blinken? Kirchengut, ist es das deine?