418
Basel.
Scharrt zu, scharrt zu, scharrt immerzu: das alte böse Weib,
Sie hat ihr Lebetage geplagt mein jungen Leib.
Und als ich wieder nach Hause kam, all Winkel warn mir zu weit,Ich wart'tc kaum drei Tage und nahm ein junges Weib.
Das junge Weibel das ich nahm, das schlug mich alle Tag:
Ach lieber Tod von Basel, hätt ich mein Alte noch!
«olkölied.
191. Der Gant des Herrn non Ramstein.
Wie leuchten die Lichter im Schloße so Helle?
Herr Christoph von Namstein, der frohe Geselle,
Er hält in dem Saale zum letztenmal Schmaus,
Denn morgen verkauft man ihm Güter und Haus.
Die Ahnen vcrthatens, er hats nicht verschuldet,
Was Er nicht verbrochen, gelassen er duldet,
Geht lustig ins Elend, das Leid, er verzechts,
Leicht endet der Letzte des frohen Geschlechts.
Doch daß er so fröhlich vom Gute kann scheiden,
Kein Kummer die Lust ihm des Lebens entleiben,
Das macht, ihn begleitet zur Hütt aus dem SaalEin Engel des Himmels, ein lieblich Gemahl.
Kein Gram ihr umschattet die blauenden Augen,Draus mag er sich Skalen der Hoffnung entsaugen,Ihr bleichet kein Schmerz auf den Wangen das Roth,Ihr schwellet den Busen kein Seufzer der Noth.
Drum weil er den Schatz sich, den cdcln, gerettet,
So fühlt er auf Stroh wie auf Flaum sich gebettet,Und wandelt am Morgen den traurigen Pfad,
Als flög er zum Tanze gen Basel zum Rath.