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Eckartsberg bei Breisach.
Da dankt' ihm wohl der Eine, den er zujüngst befreit:
Er wüste sich verloren, kam Hülfe nicht zur Zeit;
Doch Frittel schalt und grollt' ihm um seines Herzens Braut:Das Urbild aller Schöne hatt er in Freia geschaut.
Als er nach Breisach kehrte mit seinen jungen Herrn,
Die Heerhörner klangen des Kaisers schon von fern;
Die breite Staubwolke verhieß ein mächtig Heer.
Er sprach: „Nun ist verloren die Zeit zu dauernder Wehr:
„Uns bleibt keine Hoffnung als ehrlicher Tod.
Erkämpft ihn euch: mit Galgen und Rad ist euch gedroht.
Wollt ihr nicht gerne hangen noch heut am dürren Ast,
So laßt im Kampf uns schauen, ob euch die Schande verhaßt."
Sie mochten gerne streiten zu Fuß und auch zu RossUnd sandten von den Wällen manch tödtliches Geschoß.
Auch vor den Thoren zeigten sic Muth und große KraftUnd brachen mit den Besten im Heer des Kaisers den Schaft.
Da ritt Herr Ermrich selber zur Burg nach Sibichs Rath:
Wo seine Neffen stritten war er dem Wall genaht.
Als Die den Oheim sahen, da riefen sie ihn an:
„Was haben wir verbrochen, was Herr, zu Leid dir gcthan,
„Daß du die Brnderssöhne mit Heercskraft bekriegst?
Wir sind wohl schwer verleumdet, daß du uns hier beliegst.
Du hast uns überfallen noch eh als widersagt,
Wir sind verdammt und wißen nicht einmal, Wer uns verklagt."
Da sprach aus hohem Zorne der Kaiser Ermenrich:
„Ihr kämpft immer vorne; doch wißet sicherlich,
Noch heute sollt ihr hangen mir an dem höchsten Baum,Gleichviel was ihr verbrächet; hier ists zu sagen nicht Raum."
Er wandte sich, und Sibich begann aus falschem Mund:
Die Schuld, der man euch zeihet, die wird euch hier nicht kund.Wenn ihr euch ledig wißet und frei der bösen That,
So kommt zum Zelt des Kaisers, daß ihr euer Urtheil empfaht.