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Eckartsberg bei Breisach.
Da wollt ihn der erzwingen und zog sein Schwert heraus,
Sein Lieb sich zu erstreiten. „Dieß ist des Todes Haus,
Der Seele wie des Leibes: ich laste dich nicht einZur Beute dieses Weibes, in herzverzehrcnde Pein."
Er hörte nicht die Mahnung, ihn trieb der blinde Wahn,
Mit blinkender Klinge lief er den Psleger an'.
Ihr Kampf währte lange, man sah die Funken sprüh».
Eckart war gewaltig, doch Frittel eifrig und kühn.
Da schlug ihm aus den Händen die Klinge Wikings Sproß-,
Den Jüngling must er fangen und binden auf sein Ross.
Er thats mit heißen Zähren, ihm blieb nicht andre Wahl:
Mit der geliebten Beute ritt der Getreue zu Thal.
„Wo find ich nun den Andern, der mir am Herzen liegt,
Der selbst dem Tod geschworen unschuldig Wild bekriegt?
Ich must die Spuren suchen des wilden Heers im Wald,
Bis mir das Waldhorn dröhnend ans wilden Bergschluchten hallt."
Er fand gar bald die Spuren auf jäh gewundnem Pfad,
Jetzt nieder in die Schlünde, jetzt auf znm Felscngrat.
Auf höchsten Bcrgeskuppen verscholl ihm fern der Ton;
Er wird sie nicht erretten, zu fern entschwanden sie schon.
Da hallt' ihm ein Gestöhne herauf aus tiefem Grund.
Er klomm die Halde nieder: da fand er, welch ein Fund!
An schwankem Aste schweben den dreisten Emmerich,
Und ihm zu Füßen gähnen den Abgrund tief und schauerlich.
Er hatt im Fall gefangen den Ast mit Einer Hand,
Und unten lag zerschmettert sein Ross am Fclsenrand.
Mit dem Alten jagen, den Hildburg einst verflucht,
Das hat ohne Schaden kein Muttcrkind noch versucht.
Den Pflegling zu retten stieg Eckart auf den Baum.
Mit starker Rechte reicht' er ihm an die Füße kaum;
Doch schwenkt' er ihn hernieder zu sich ins dichte Laub.
Er trug auch ihn zu Rosse und sprengte fort mit den: Raub.