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Eckartsberg bei Breisach.
Derweil hatt auch Ermcnrich die Zeit nicht verträumt,
Noch Sibich sein Marschall: der lies; ungesäumtDie Heerhörncr blasen: da kam ihm mancher Mann.
Es war am andern Tage, da ihre Heerfahrt begann.
Da nun mit seinem Sohne Eckart den Rhein durchschwamm,
Am Ufer sah cs Emmerich, den deucht es wundersam.
Da sprach er zu dem Bruder: „Dort mitten in dem StromSeh ich zwei Männer schwimmen, ich weiß, die kommen von Rom.
„Es ist mit seinem Sohne Eckart, der Treue Pflegt.
Sie harrten nicht des Kahnes, der sic herüber trägt,
Sic sprangen in die Wellen: daran nehm ich wahr,
Zu dieser Fahrt, der schnellen, bewegt sie große Gefahr."
Da sprach hinwieder Frittcl: „Es thut wohl nicht so Noth:
Er sieht Gefahr in Allem und lauschenden Tod.
Er gönnt uns keine Freude, die Liebe noch die Jagd;
Du weist wohl wie Nordian des Sohnes Vorsicht verlacht.
„Nun ist er gar zum Kaiser geritten mit dem Sohn,
Als könnt uns von den Oheim Tod und Verderben dröhn.
Er hat auch mit den Sorgen Wittichen angesteckt:
Der ist gen Bern geritten von Eckarts Träumen erschreckt."
Nun kam zuerst ihr Pfleger geritten an den Strand;
Ihm giengen entgegen die Beiden unverwandt:
„Wie fährst du so eilig daher, so athemlos?
Was soll uns das bedeuten? ist deine Sorge so groß?"
Erathmcnd sprach da Eckart: „Zur Eile zwinget michGar starke Noth: gefahren kommt Kaiser ErmenrichMit wallenden Fahnen, der euch zu fangen schwor:
Drum rettet euch und fliehet; ich kam ihm kaum noch zuvor."
Ungläubig sprach da Frittel: „Was hätten wir gethanDem Kaiser, unserm Oheim, daß er uns sollte sahn?"
Er sprach: „Ihr seid verleumdet; daran ist Sibich Schuld:
Er räth ihm zum Verderben und hat Vertraun doch und Huld."