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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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B u r g h e i in bei Breisach.

Und betend bis nm MitternachtHarrt er vor dem AltäreUnd lehnt im Chor sich wohlbedachtDrauf an die Todtenbahre.

Dann zieht sein Schwert, beschwört zur StundDer Feinde Geister aus dem GrundWolfdieterich der Alte.

Da tauchet aus des Grabes SchoßDie Schar der Schreckgestalten,

Es grinzen Schädel bleich und bloßAus langer Kleider Falten,

Viel Hände sind nach ihm gereckt;

Doch sieht die Geister unerschrecktWolfdieterich der Alte.

„Wohlauf zum Kampf!" so ruft der HeldWild wie in jungen Tagen;

Die Mann für Mann er einst gefällt,

Will er zugleich jetzt schlagen.

Da saust das Heldenschwcrt um ihn;

Die Geister bringet selbst zum FlichnWolfdieterich der Alte.

Und als vom Feind die Stelle rein,

Streckt müd der Held sich nieder;

Ein Engel löst beim MorgcnschcinDen Geist vom Band der Glieder.

Und wie zur Mess die Mönche nah»,

Erblicken sic, wie Buß gethanWolfdieterich der Alte.

Wolsgang Mül! er.