Frankenthal.
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Im Stalle da stehen drei Rosse,
Die sind des edeln Lindenschmidts,
Er nährt sich auf freier Straßen."
Das Bäuerlein gedacht in seinem Muth,
Die Sache wird noch werden gut,
Den Feind Hab ich vernommen.
Alsbald er Junker Caspar schrieb,
Daß er sollt eilends kommen.
Der Lindenschmidt hätt einen Sohn,
Der sollt den Rossen das Futter thun,
Den Haber thät er schwingen:
„Steht ans, herzliebcr Vater mein!
Ich hör die Harnische klingen!"
Der Lindenschmidt lag hinterm Tisch und schlief,Der Sohn der thät so manchen Rief,
Der Schlaf hatt ihn bezwungen:
„Steht auf, herzliebster Vater mein!
Der Verräther ist schon gekommen."
Junker Caspar zu der Stuben eintrat,
Der Lindenschmidt von Herzen sehr erschrack:„Lindenschmidt, gieb dich gefangen!
Zu Baden an dem Galgen hoch,
Daran sollst du bald hangen."
Der Lindenschmidt war ein freier Rittersmann,Wie bald er zu der Klingen sprang!
„Wir wollen erst ritterlich fechten!"
Es waren der Bluthund allzuviel,
Sie schlugen ihn zu der Erden.
„Kann und mag es denn nicht anders sein,
So bitt ich um den liebsten Sohne mein,
Auch um meinen Reitersjungen:
Haben sie jemanden Leids gethan,
Dazu Hab ich sie gezwungen."