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Altenahr.
65. Die Gefangenen zu Ähre.
Den Stuhl zu Köln, als Konrad starb,Sein Vetter Engelbert erwarb,
Der Probst erst war von Gereon.
Des freuten sich die Kölner schon,
Denn oft hatt er als Probst gesprochen:„Mein Ohm hatt Treu an euch gebrochen,Es ist mir leid, Gott mag mir zeugen,
Wie ich an euch das Recht sah beugen.
Hätt ich an seiner Statt Gewalt,
Dem Unrecht wollt ich steuern bald.
Ihr habt mir manchen Dienst gethan,Gedenken will ich stäts daran,
Das gelob ich euch mit Hand und Munde."
Als man zu Ahr vernahm die Kunde,
Daß der Domprobst Bischof wäre:
„Das ist uns eine liebe Märe,"
Sprachen die Gefangenen frohen Muthes,„Daraus erwächst uns Lieb und Gutes:Nun giebt er seinen Worten KraftUnd löst uns aus der langen Haft.
Er hat es uns verheißen oft,
Wir haben lang darauf gehofft;
Hat Ihn uns Gott zum Herrn gegeben,Das fördert uns so lang wir leben:
Er bricht nicht, bald wird es erprobt,
Was uns sein edler Mund gelobt."
Als Engelbert nun war gekorenUnd die Kölner ihm Huld geschworen,
Da saß der Bischof auf ein RossUnd ritt gen Bonn mit seinem Tross.
Da sah man Die von Bonn ihm auchHulden und schwören nach dem Brauch.