Köln.
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54. Bonn als Bern.
Aus „Ecken Ausfahrt."(Nmelungenlicd I, 410—422.)
Wie Frau Seeburg Herrn Eck rüstete.
Du winkst mir, Sage, wieder, o Lust! ich folge gernWohin du mich auch führest, und war es noch so fern.
Sie sprach aus goldnem Munde: Du bist mir hold, ich weiß,Und giengs in eine Wüste auf deiner Göttin Geheiß.
Das will dir heute lohnen die Herrin deiner Wahl:
Sie will am Rheine wohnen, in dein geliebtes Thal,
Dein trautes, dich begleiten, wo dir die Rebe blühtUnd an den sieben Bergen die Sonne scheidend verglüht.
Das Land hieß Agrippcn in grauer Väterzeit,
Am Nicderrhcine herrschten die Obinge weit:
Die Namen sind verschollen und Niemand schier bcwust;
Doch Köln ihre Hauptstadt nennt man noch heute mit Lust.
Da saßen drei Brüder in einem Königssaal
Und sprachen viel von Kühnheit, voll Wundern ohne Zahl.
Das war der schnelle Fasolt und der wilde Ebenroth.
Herr Ecke hieß der jüngste: der brachte Manchen in Noth.
Sie sprachen: kühner wäre Niemand sicherlichIn allen Erdölreichen als von Bern Herr Dieterich:
Der habe viel der Wunder vollbracht mit seiner Hand;
So war auch Niemand weiser als der alte Hildebrand.
Herr Eck vernahms nicht gerne. Er sprach: „Ich duld es nicht,Daß man dem Vogt von Berne so viel zu Lobe sprichtUnd meiner gar geschweiget: nun hat man doch gcsehnWie Manchen ich geneiget: wie ist den Leuten geschehn?