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Bonn.
53. Der Teufel und der Wind.
Zu Bonn vor den Jesuiten beständig weht der Wind;
Ihr forscht, woher das rühre? den Grund weiß jedes Kind.
Und fragt ihr eins, so spricht es und sich nicht lang besinnt:
Es gieng einmal spazieren der Teufel mit dem Wind.
Und wo vor den Jesuiten die Straße Raum gewinnt,
Begann der Feind zu sprechen zu seinem Freund, dem Wind:
„Was der Jesuiten Völkchen im Kloster wohl beginnt:
Du weist, daß sie hier wohnen und mir befreundet sind.
Willst du ein Weilchen warten, mein lieber Bruder Wind,
So geh ich ihnen bieten einen guten Tag geschwind."
Vor der Jesuitenkirche blieb harrend stehn der Wind:
Ein trat zur Klosterpforte der Teufel falschgesinnt.
Da sah er seine Freude! er guckte schier sich blind:
„Gar wohl gefällt mir Alles, was man hier treibt und spinnt."
Mit Freudensprüngen fuhr er in sie hinein geschwindUnd ließ da draußen harren seinen lieben Freund, den Wind.
Der harrt und harrt, wie manches Jahrhundert auch verrinnt,Und wird er ungeduldig, so heult er nicht gelind.
Noch stäts vor den Jesuiten des Teufels harrt der Wind,
Ob längst mit seinem Freunde sie ausgewandert sind.
Sie kehren nimmer wieder, was mancher auch ersinnt:
Doch weit ist in der Runde berühmt der bönnsche Wind.
K, S.