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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Lüftelberg.

„Mir winkt der Schlummer, das nutze duMit der Spindel die Erde zu ritzen,

Und was du umfurchtest in meiner Nuh,

Das sollst du zu eigen besitzen.

Der Wald und der Acker, er soll dir gehören;

Ich lege mich schlafen und will dich nicht stören."

Da saß zu Ross Lufthildis und ließDie Spindel hinter sich schleifen.

Sic zwang den Gaul, den die Ferse stieß,

Ihr weitesten Raum zu umgreifen.

So groß war der Wald, den die Spindel umpflügtc,Daß er wohl städtischem Weichbild genügte.

Da gab ihr der Kaiser zum KlosterbauDen Berg mit Wäldern und Wiesen.

Da wohnte die hohe, die herrliche FrauNom Volke verehrt und gepriesen.

In Lüftelberg, das die Spindel errungen,

Wird heute der Heiligen Lob noch gesungen.

K. S.

53. Die Siebenschläfer.

Als Probe Bönnischcr Mundart.

Et wore drei Sivveschlöfer,

De schlccfe sivve' Jvhr.

We de sivve Johr herömm senn,

Do waach den Enen op,

Onn rihv sich ens de OgenOnn sähd: „Et bröllt enen Ohs."