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Z ü l p i ch.
51. Die Schlacht bei Zülpich.
Chlodewig der Frankenkönig sah in Zülpichs heißer Schlacht,
Daß die Allemannen siegten durch der Volkszahl UcLermacht.
Plötzlich ans des Kampfs Gedränge hebt er sich auf stolzem RossUnd man sah ihn herrlich ragen vor den Edeln, vor dem Tross.
Beide Arme, beide Hände hält er hoch empor zum Schwur,
Ruft mit seiner Eiscnstimme, daß es durch die Reihen fuhr:
„Gott der Christen, Gott am Kreuze, Gott den mein Gemahl verehrt,So du bist ein Gott der Schlachten, der im Schrecken niederfährt,
„Hilf mir dieses Volk bezwingen, gieb den Sieg in meine Hand,Daß der Franken Macht erkennen muß des Rheins, des Neckars Strand:
„Sieh, so will ich an dich glauben, Kirchen und Capellen b'äunUnd die edeln Franken lehren keinem Gott als dir verträum"
Sprach cs, und aus Wolken leuchtend brach der Sonne voller Stral,Frischer Muth belebt die Herzen, füllt des schwachen Häufleins Zahl.
Chlodwig selbst ergriff das Banner, trug cs in der Feinde Reihn,Und die Franken sicgcsmuthig stürzen jauchzend hinterdrein.
Schreck ergriff der Feinde Rotten, feige wenden sie und fliehn,
All ihr Kricgsruhm ist erloschen, ihre Macht und Freiheit hin.
König Chlodwig ließ sich taufen und sein edles Volk zugleichUnd ob allen deutschen Stämmen mächtig ward der Franken Reich.
Wenn sie einst den Gott verlaßen, der bei Zülpich Sieg verlieh,
Ist den Allemannen wieder Macht gegeben über sie.
K. S.