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Rheinsagen aus dem Munde des Volks und deutscher Dichter : für Schule, Haus und Wanderschaft
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Düsseldorf.

I

Sie tadeln dies;, belächeln das,

Am Pferd besonders, hier und dort,

Und weiß man auch nicht eben was,

Der Kurfürst merkt doch Wien und Wort.

Und spricht zum Meister Gabriel:

„Man tadelt dicß und das am Werk,

Ich sag dirs frei und ohne Hehl."

Gruppello sagt: „Mirs gerne merk."

Und um das Reitcrbild alsbaldZieht weit er eine Plankenwand;

Draus wirbelt Rauch, der Hammer schalltGeführt von mancher nervgcn Hand.

Und als ein Mond vorüber war,

Der Hammer ruht, die Planke fällt; —

Der Fürst kommt mit der Schranzen Schar'Die findt nun Alles wohl bestellt.

Der Künstler drauf zum Fürsten spricht:„Ich schlug dem Pferd nicht Bug noch Huf,Ein Gußbild leidt solch Schlagen nicht —Ich schlug nur auf der Tadler Ruf."

LL. smets.

11. Der Schmied von Solingen.

Zu Solingen sprach ein Schmied bei jedem Bajonnette,

Das seinem Fleiß gerieth: ach, daß der Fritz es hätte!

Wenn er die Zeitung las von seinem Lieblingsheldcn,

Da schien ihm schlecht der Spaß, nicht lauter Sieg zu melden.Einst aber hatt cs sich viel anders zugetragen:

Da hieß es, Friederich sei bei Kollin geschlagen.

Der Schmied betroffen rief: „Hier muß geholfen werden,Sonst geht die Sache schief!" Und riß den Schurz zur Erden.