S ü d c r s e e.
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Wo sie den edeln Weizen in's Meer versenken ließ,
Da hob sich eine Sandbank, die Frauen fand man hieß.
Darauf entwächst den Wellen ein Kraut, das kennt man nicht,
Es gleicht dem Weizen völlig, nur daß der Aehre Korn gebricht.
Noch stieg die Sandbank höher und höher aus dem Meer:
Gesperrt war der Hafen, kein Schiff befuhr ihn mehr.
Da war des Reichthums Quelle der Schwelgerstadt versiegt;
Sie schwelgten fort, von Leichtsinn in süßen Schlummer gewiegt.
Da zog man eines Tages Hering und Butt hervor
Aus dem Schöpfbrunnen, und in der Nacht erkor
Der See sich andre Bahnen, ein wilder Waßerschwall
Verschlang, die Deiche brechend, Stavorens Markt und Straßen all.
Im Südersee Stavoren, wer hat die Stadt geschaut?
Mit Thürmen und mit Thoren gar stolz ist sie erbaut.
Palläste siehst du ragen noch heut so hoch als eh',
Doch Alles hat beschlagen die unermeßliche See.
K. S.
2. So viel Kinder als Tag im Jahr.
Ihr müßt nicht alles glauben was man erzählt und schreibt,Ich will Kritik erlauben, wenn ihr sie geistvoll treibt.
Was neulich mir erzählte vom Hag ein alter Mann,
Graf Hennebcrgs Vermählte geht dieses Wunder an.
Zu ihr Almosen heischend kam eine Bettelfrau,
Zwei Zwillingskinder kreischend trug sic im Arm zur 'Schau.
So überreich gesegnet, doch arm an Geld und Gut,
Da hat sie sich verwegnet zu heiscken wie sie thnt.