1. Stavoren.
Im Südersee Stavoren, wer hat die Stadt geschaut?
Mit Thürmen und mit Thoren gar stolz ist sie erbaut,
Palläste siehst du ragen noch heut so hoch als eh,
Doch Alles hat beschlagen die unermeßliche Sec.
Wenn alle Winde schweigen, der Kahn dich ruhig wiegt,
Der Schiffer wird dir zeigen, wo sic begraben liegt.
Du blickst auf Markt und Straßen, doch öde, menschenleer,
Und wenn die Glocken tonen, so strich ein Hecht zwischenher.
Vor Zeiten zu Stavoren war Pracht und Ueberfiuß,
Da schwelgte man in Freuden und sann nur auf Genuß,
Da musten Gallionen durch alle Meere gehn,
Mit den Schätzen fremder Zonen Stavorcns Kinder zu verstehn.
Verwöhnte Kinder freilich, das Glück war allzuhold,
Den Hausflur und die Thüren bcschlugen sie mit Gold,
Gepflastert mit Ducaten war Hof und Speisesaal,
Mit blanken Laubthalern die Weg und Stege zumal.
Wie sich die Schätze häuften, so wuchs der Uebermuth,
Als war der Himmel käuflich für eitel Geld und Gut.
Und als das Maß erfüllt war, da giengen sie zu Grund,fDie erst das Meer bereichert, die schlang das Meer in den Schlund.
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