denen zeigen, in welchen die Pflege von Diaconissinnen geübt wird. So kames denn, daß im Jahre 1857 die 8 Betten, mit welchen die Anstalt anS-gestattet war, mehr als genügten, und daß nur 23 Kranke bis zu Ende desgenannten Jahres in derselben Aufnahme und Verpflegung fanden. ImJahre 1858 traten 79 Kranke in die Anstalt; wiederholt gleichzeitig so viele,daß die auf 14 erhöhte Zahl der Betten kaum genügte, und daß die Erwei-terung der Anstalt um zwei geräumige Krankenzimmer, besonders zur Unter-bringung der init ansteckenden Krankheiten Behafteten, und gleichzeitig dieabermalige Vermehrung der Betten in Aussicht genommen werden mußte.Nachdem Seitens des Ordens-Kapitels zur schnellen Ausführung dieserErweiterungen eine Summe von 2000 Thalern aus der Ballei-Kasse bewilligtworden, sind bereits alle Einleitungen getroffen, um im Laufe dieses Som-mers (1859) den dachlosen, theils verfallenen, theils verschütteten Pnlver-thnrin der Schloß-Ruine wieder auf- und auszubauen und mit Krankenbettenauszustatten. Das Vertrauen zur Anstalt hat sich in erfreulicher Weiseimmer mehr gehoben, so daß selbst schon Wohlhabendere aus der Umgegend,unter diesen ein Arzt, Aufnahme in dieselbe begehrt und gefunden haben,und der Armenvorstand von Altena alle seiner Sorge anheimfallende Krankeihr zugeführt, gegen Zahlung desselben Satzes, welchen er bisher in Privat-häusern für sehr dürftige Verpflegung und Beköstigung entrichtete. Dieseerfreuliche Zunahme des segensreichen Wirkens der jungen Anstalt ist derüberaus treuen und sorgsamen Thätigkeit der aus dem Diaconissen-Mntter-hanse in Kaiserswerth zugewiesenen beiden Diaconissinnen zu danken, beson-ders der leitenden Schwester Maria Krüger, welche seit Eröffnung derAnstalt unausgesetzt mit größter Treue, Umsicht und Liebe ihren schönenund schweren Beruf erfüllt. Aerztlich wurde sie kräftig und erfolgsicherunterstützt von dem practischen Arzt Dr. Herdtmann, der ohne Entgeldsich der Behandlung aller Anstaltskranken mit größter Sorgfalt unterzieht.Solchem Zusammenwirken unter Gottes Segen darf, es denn auch znge-schrieben werden, daß von den 79 Kranken des Jahres 1858 nur 8 gestorbensind, ein gewiß sehr befriedigendes Verhältnis), wenn man erwägt, daß großen-theils der Anstalt schwer Erkrankte und häufig erst in einem sehr spätenStadium der Krankheit zugeführt wurden. Die specielle Aufsicht und Lei-
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Geschichte des ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem : mit besonderer Berücksichtigung der Ballei Brandenburg oder des Herrenmeisterthums Sonnenburg
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