878 ^
in Breslau, (welches jährlich 500 Thaler erhält), Erd mannsdorf,Reichend ach und Siegroth bei Nimpsch gezahlt. — Die Krankenhäuserin Erdmannsdorf und Reichcnbach sind inzwischen von der Genossen-schaft eigeuthümlich erworben worden, während dieselbe durch die in denCnratorien der anderen beiden Anstalten befindlichen Johanniter-Ritter ver-treten wird.
1 .
Das Krankenhaus zu Erdmannsdorf ist von dem Ehrenritter,Landrath des Kreises Hirschberg, von Grävenitz, mit Hülfe der Stündedes Kreises, namentlich des dort und in der Umgegend ansässigen Adelsgegründet worden. Dasselbe enthält 50 Krankenbetten, darunter 14 Frei-betten, von deren Stiftern Ihre Majestäten der König und dieKönigin, Seine Königliche Hoheit der Prinz Adalbert von Preußen,Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin Karl von Hessen und beiRhein, Seine Hoheit der Fürst von Hohenzollern-Hechingen,Ihre Durchlauchten die Prinzessin Neuß und Prinz Neuß XII, derErb-Land-Hofmeister und freie Standesherr Graf von Schaffgotsch,der Geheime Legationsrath von Küster, die Freiherren von Zedlitz-Neukirch, von Seherr-Thoß rc. zu nennen sind. — Die Anstalt wirdvon Diakonissinnen aus dein Mntterhause Bethanien in Berlin geleitet,während der Superintendent Roth in Erdmanusdorf die geistliche, derDr. Flieget in Fischbach die ärztliche Pflege übernommen haben.
2.
Das Krankenhaus zu Reichenbach wurde durch die Stände mitBeihülfe der Genossenschaft gegründet. Es befinden sich in demselben30 Krankenbetten. Die pflegenden zwei Diakonissinnen gehören zum Dia-couissen-Mutterhause Bethanien in Breslau. Der Landrath Olearins zuReichcnbach nimmt sich der Anstalt, welcher von Seiten der Genossenschaftder Ehrenrittcr Graf Karl von Pückler auf Ober-Weistritz vorsteht, mitbesonderem Interesse an.