182 Acht und zwanzigste Betrachtung.
die Menschen mit Furcht und Bitterkeit erfüllt,wird deiner Seele Vertrauen und Friede bringen.Du wirst wie der heilige Philipp Benitius ster-ben, in Umarmung des gekreuzigten Heilandes,welchen er sein Buch zu nennen pflegte. Duwirst von diesem Thalc der Thränen zur ewigenRuhe übergehen, wie der heilige Graf Eleazar,welcher durch das Andenken an die heiligenWunden, und an den Namen seines gekreuzig-ten Heilandes die Versuchungen überwunden, dieHölle besiegt hat, und eines kostbaren und hei-ligen Todes gestorben ist.
O mein verwundeter Heiland! drücke meinemHerzen ein lebendiges und liebevolles Andenkenan Dein heiliges Leiden ein, damit ich ohneUnterlaß vor Augen habe, was Du für michgcthan und gelitten hast. O unendliche Güte!wenn einmal mein sterblicher Leib der Auflösungnahe ist, wenn mir in der letzten Stunde, inmeiner Todesangst die Kräfte entweichen, so ver-laß mich nicht; gedenke alsdann meiner, undgib mir die Gnade, daß ich den Sieg erhalte,welchen Du mir mit Deinem siegreichen Todeverdient hast. Erinnere Deinen Vater an Deineschmerzliche Todesangst und an Deine letzten liebe-vollen Worte: Vater! in Deine Hände empfehleIch den Geist dieses Deines armen Geschöpfes.O Vater und Gott meiner Seele! auf DeineGüte vertraue ich, und Deiner Barmherzigkeit