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Fünf und zwanzigste Betrachtung.
laffung. Die Stunde nahte schon, in welcherJesus sterben mußte, und die Pein Seiner Trost-losigkeit wurde damals größer, als sie je gewesen;der himmlische Vater hat Ihn verlassen, die Jün-ger sind geflohen, die Freunde haben Ihn verges-sen, und Seine besonders Geliebten, welche unterdem Kreuze verharrten, vermehrten den SchmerzSeines liebenden Herzens wegen des Mitleidcns,das Jesus in ihren Pcincu mit ihnen trug. Erwar also voll Angst und Betrübniß; nirgendswar Hoffnung einer Erquickung, nirgends Trost,nirgends Erleichterung; daher schrie der trostloseHeiland noch kurz vor Seinem Tode mit lauterStimme, um dadurch die Heftigkeit Seiner in-nerlichen Peinen an den Tag zu geben. Er wen-dete Sich im Geiste zu Seinem Vater, und mitDemuth und Ergebenheit gegen die göttlichen An-ordnungen rief Er aus: „Mein Gott, mein Gott!warum hast Du Mich verlassen?" (Matth. 27,46.)
Bedenke hier die Gerechtigkeit Gottes, wel-cher Selbst Seinen reinen, schuldlosen Eingebor-nen Sohn, weil Er für unsere Sünden Genug-thuung leistet, für uns die Bürgschaft auf Sichgenommen und für uns die Schuld trägt, mit Bei-nen überhäuft und in der äußersten Qual undTodesangst ohne allen Trost läßt. Lerne, meineSeele, die Sünde fürchten, und sie mehr als denTod' fliehen. O Gott! ich bin der Schuldige,