160 Drei und zwanzigste Betrachtung.
und bekennt, daß Christus Gott, dcrKönigderHerr-lichkeit und der Fürst der Ehre ist. Sein Gebet istgroßmüthig; denn er bittet nicht um Erleichte-rung in den Peinen, er trachtet nicht von sei-nem Tode befreit zu werden, sondern er bittetnur um Barmherzigkeit und Verzeihung seinerSünden, und verlangt in das Himmelreich ein-zugehen. O wie gut ist es für dich, glückseligerSchächer, daß du Jesum in Seiner Schmach zuumfangen wußtest; du wirst nun gar bald Je-sum auch in Seiner Herrlichkeit umfangen.
Kein Sünder soll ein Mißtrauen zulasten;keine Seele soll an ihrem Heile verzweifeln. Wersich demüthigt, und Seine Sünden mit Besse-rung seines Lebens bereut, dem ist von Jesusganz gewiß Alles verziehen. O wie glückseligist das Kreuz, wenn man es nur mit Ergebungträgt, obwohl man sich dasselbe durch die eige-nen Sünden zugezozen hat! O Kreuz, wie kost-bar bist du! o liebes Kreuz! wer dich umfängt,wird von Jesus umfangen werden; wer aber Dichverstoßt,Awird auch von Jesu verstoßen werden.O ewiger König! ich bekenne, daß ich wegen mei-ner Sünden billig am Kreuze der Widerwärtig-keiten und Trübsale hänge; vergiß doch meinernicht, sondern sei mir gnädig; sieh mich mit denliebevollen Augen Deiner Barmherzigkeit an, underrette mich durch Deine Güte. Sieh nicht aufmeine Unwürdigkeit, sondern aus Deine eigenen