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Neunzehnte Betrachtung.
Cm, sondern zwei und sicbenzig Dornen, undnach dem heiligen Bernard tausend Wundenan einem so empfindlichen Thcile des Leibes!Unter allen Pcinen, welche Jesus an Seinemheiligen Leibe gelitten hat, war diese grausameKrönung die schmerzlichste. Ach, wie seufztmein armer Jesus! Er ist einer unschuldigenTurteltaube gleich, welche unter einem dörnernenZaune erliegt. O mein Gott, o König derHerrlichkeit, Du krönest die Märtyrer mit Rosen,und Du willst mit Dornen gekrönt werden!Wie viel besser schicken sich jene grausamenWunden für mein schuldiges hoffärtiges Haupt,als für das Haupt meines Jesus! Aber, o un-endliche Liebe! Du mein unschuldiger Heiland,willst mit Dornen gekrönt werden, damit Dumich elenden Sünder mit Herrlichkeit krönenkönnest! O mein Jesu! ich sage Dir Dank fürdiese Deine unendliche Liebe.
Zweiter Punkt.
Erwäge, wie die Henkersknechte Jesu dieKleider abreißen, und Ihm dafür einen altenzerrissenen Purpurmantcl umhängen, statt desScepters geben sie Ihm ein Rohr in die Hand,sie setzen Ihn nieder, und gehen mit Ihm wiemit einem Astcrkönige uin. Sie stellen sichvor Ihn hin, und biegen das Knie zur Erde;unter höhnischem Gespötte grüßen sie Ihn mit