Erste Betrachtung.
51
O über mich unglückseligen Menschen, der ichan alles Andere, nur an mein Ziel und Endenicht gedacht habe! Ich erkenne es, o mein Herrund mein Gott! der Mensch kann kein größeresGlück haben, als daß er Dir dient und Dich liebt.O mein liebreicher Vater! ich bitte Dich durch dieLiebe Jesu Christi, laß mich ein neues Leben an-fangen, ein Leben, das ganz heilig und nachDeinem göttlichen Wohlgefallen ist.
Zweiter Punkt.
Erwäge, welche Aengsten du in der Todes-stunde haben werdest, wenn du Gott nicht ge-dient Haft. Was für eine Qual wird cs sein,wenn du am Ende deiner Tage endlich siehst, duhabest zwar dein Leben in Mühseligkeiten undSchmerzen zugebracht, aber ohne Nutzen für deinletztes Ziel und Ende, und von allen Rcich-thümern, allein Ansehen, allen Ehren und Er-götzlichkeiten bleibe dir in jenem Augenblicke nichtsübrig, als eine Hand voll Mücken! Dann wirstdu erstaunen, daß du dein ewiges Heil so thörichtder äußersten Gefahr ausgesetzt, wo du hernachden Fehler nicht mehr verbessern kannst, undkeine Zeit mehr hast, auf den rechten Weg zurückzu kehren. O Verzweiflung! o äußerste Qual!
Die Ewigkeit, in welche nun deine Seeleeingchen soll, wird dir die Augen öffnen; du wirstdie vergänglichen Güter, welche dich im Leben