30
Vorbericht.
So scheint es mir, eben diese Worte seien überallan mir zu lesen. Mein gesunder Verstand, das vor-treffliche Amt, wo ich an dem Seelenheile arbeite,das heilige Ordenskleid, das ich trage; Alles habeicb aus Gnade Mariä. Alle guten Gedanken, alleguten Bewegungen des Willens, alle guten Anmn-tbungen des Herzens habe ich aus Gnade Mariä.Leset nur, ihr werdet überall, in meiner Seele undan meinem Leibe, geschrieben finden: „Aus GnadeMariä." Ans meiner Zunge werdet ihr geschriebenlesen: „Aus Gnade Mariä." In meinem Herzen,o wenn ick euch doch mein ganzes Herz zeigen könnte!im Innersten meines Herzens ist geschrieben: „AnsGnade Mariä." Meine milde Gntthäterin soll obneEnde gepriesen sein; ewig will ich die ErbarmungenMariä fingen; und wenn ich mein Heil erlange, soerlange ich es durch die Gnade meiner höchsten Frau.
Er verlangte nicht nur selbst sein ganzes HerzMariä zu widmen, sondern er bestrebte sich auch,dieses Feuer der Andacht in allen Seelen zu ent-zünden. Er verbreitete überall ihren Ruhm; er re-dete oft von ihr; er dachte beständig an sie; er be-förderte alle Andachten, welche zu ihrer Ehre gehal-ten wurden. Sowohl in den besonder» Unterredun-gen, als in seinen öffentlichen Predigten suchte erdie Andacht zu Maria einzuflößen und ermahnte seineZuhörer oft mit Nachdruck, sie sollen ihre Zufluchtzu Maria nehmen. Er empfahl auf alle Weise den