1. Von einem starken Mann.
Zur Zeit, als ich meinen Weg zu dem Grafen von Foixnahm, kam ich in die gute und schone Stadt Pauniiers, unirhier verweilte ich, nm Gesellschaft zu finden, die nach dem LandeBearn gehe. Da fand ich in diesen Tagen durch Zufall einenEdelmann des Grafen von Foix, der aus Avignon zurückkam,man nannte ihn Messire Espaing du Lion, er war ein tapfrerMann, ein kluger und schöner Ritter, und konnte er damals indem Alter von fünfzig Jahren sein. Ich begab mich in seineGesellschaft, und waren wir sechs Tage unterwegs, bis wir nachOrtais zu dem Grafen kamen. Indem wir so durchs Landritten, wenn der genannte Edelmann sein Morgengebet vollendethatte, vergnügte er sich den größten Theil des Tages pamit,sich allerlei Neuigkeiten aus Frankreich von mir erzählen zulassen, und antwortete er mir auch sehr ausführlich, wenn ichihn um dieses oder jenes fragte.
Nachdem er mir Alles, was Merkwürdiges hie und davorgefallen, so wie wir an den Orten vorbei ritten, erzählt hatte,und auch von dem Kampfe, den Bourg d'Espagne, ein sehrstarker Mann und Waffenbruder des Grafen Gaston, gegen dievom Schloße Lourde gestritten, kamen wir auf die Stelle, woin dieser Fehde zwei Anführer, der Mangant de Lourde undErnaulton Bisecte, sich einander erschlagen hatten, und war alldaein Kreuz von Stein zum Gedächtnisse der Schlacht errichtet.
„Seht, das ist das Kreuz," sprach Messire Espaing duLion, und somit stiegen wir ab und beteten Jeder ein PaternosterIV. 31