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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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468
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Ältcs Deutsch und fremdes Deutsch.

Parabel aus dein siebzehnten Jahrhundert.

Es waren etliche Deutsche auf der Reise, die hatten theilsfremde und unbekannte, theils ganz alte, verlegene Münzen beisich. Als sie nun unterwegs bei einem verständigen Wirth ein-kehrten und ihre Zeche zahlen wollten mit jenen Münzen, wollteder Wirth sich nicht mit ihren Münzen befriedigen lassen, weiler sie nicht wieder ausgeben könne, sondern begehrte Neichsmünzeoder sonst gäng und gebes Geld von ihnen. Die Gäste kamendeßwegen mit ihrem Wirthe vor die Obrigkeit des Orts undwurde den Reisenden auferlegt, daß sie ihr Geld verwechseln undden Wirth befriedigen sollten. Dieses wollten sie zwar thun,fanden aber Niemand daselbst, der das fremde kannte, außereinem andern Fremden, welcher jedoch sagte, ihre Münze seiverfälscht und auch in seinem Lande mit diesem Gepräge nichtgültig; das alte Geld aber nahmen die Wechsler nach demWerthe des Gehalts, um es einznschmelzen.

Also ergeht es Jenen, welche gar zn alte deutsche oder garzu fremde Worte gebrauchen, so daß sie Niemand verstehen will.Sie wollen Münzen, deren Bild und Überschrift einen Doll-mctscher nöthig haben, Jedermann aufdringen, keiner aber willsich damit bezahlen lassen, und das Zweifelhafte für Entschiedenes,Allgültiges halten. Darum bleiben sie die Zeche schuldig, soihnen der Wirth den Hut nicht nimmt.