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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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geschieht, immer einen Schauspieler (oder eine Schauspielerin)verehren, der durch seine unsinnige, verkehrte, Prahlende, lügende,würgende Sprache die einzige Würze der Plattheit ist. DasWohlgefallen an solchen Ungeheuern ist mir der Beweis eineshöhern Bedürfnisses in der Kunst. Ohne es zu wissen, daß siefallen, richten sie ihren Blick nach diesen tölpelhaften Unebenheiten,die die Haken sind, an denen die ihnen im Fleische vernagelteIdealität sich träumend festhält. Eben so knüpft sich an Neu-gierde und Vorwitz der heiligste Trieb zur Wissenschaft, ebensoschlummert unter dem Interesse an gräßlichen oder seltsamenBegebenheiten der schöne Trieb aus dem Markte des gemeinenLebens mit den Göttern selbst in die Schranken zu treten, ebensoliegt in dem oft beinah mathematischen point äüwimem- Ehre.Und Gott sei Dank, daß die Directoren und Dirigirten allesKunst und Staatslebens nichts von diesen vergrabenen Schätzenwissen sie würden sie sonst in den Brunnen vergiften. Soaber haben sie keinen Wunsch als Geld und Gelten, und Allesist ihnen Werth, was Geldwerth gilt; an eine höhere Vergeltungglauben sie nicht.

Also auch hier fand ich die Muse nicht, eben so wenig alsim propiitoi« auf einem Papierbogen, oder Offizierdegen, dasVaterland; eben so wenig, als im Franzosenhaß die Deutschheit.Ich sah hier, wie überall, die Welt im bewußtlosen Naturtreibengetrieben und das Bessere nur im Augenpunkte des Lebens selbst,der sich jedem Einzelnen unendlich entfernt; und ich glaube dieErlaubniß, das Theater in dieser Zeit so schlecht gegeben alsgenommen zu finden, dadurch hinreichend bezahlt zu haben, daßich selbst den höchsten Grad der Schlechtheit im Nehmen für dasäußerste Verdienst der Nehmer erkannt habe. Wenn erst alleSchauspieler ganz unnatürlich, lügenhaft und geschraubt spielen,so daß aus gleicher Erhebung falscher Leidenschaft die Unebenheitwieder eine Ebene wird, dann kann aus der Raserei der Priester