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Eine junge Frau mit zwei blonden Kindern und einPaar Herrn.
Herr: „Herrlich, herrlich, dieser Mann ist doch der einzige,der in seinen Landschaften ein Gemüth ausdrückt, eS ist einegroße Individualität in diesem Bilde, die hohe Wahrheit, dieEinsamkeit, der trübe schwermnthsvolle Himmel, er weiß doch,was er malt."
Zweiter Herr: „Und malt auch, was er weiß, und fühltes, und denkt es, und malt es."
Erstes Kind: „Was ist denn das?"
Erster Herr: „Das ist die See, mein Kind, und einKapuziner, der daran spazieren geht und traurig ist, daß erkeinen so artigen Jungen hat, wie du."
Zweites Kind: „Warum tanzt denn der Kapuziner nichtvorn herum, warum wackelt er nicht mit dem Kopfe, wie imSchattenspiel? Das wäre doch schöner."
Erstes Kind: „Es ist wohl so ein Kapuziner, der dasWetter anzeigt, wie der vor unserm Fenster?"
Zweiter Herr: „Nicht ein solcher,, mein Kind, aberauch er zeigt das Wetter an, er ist die Einheit in der Allheit,der einsame Mittelpunkt in dem einsamen Kreis."
Erster Herr: „Ja, er ist das Gemüth, das Herz, dieReflexion des ganzen Bildes in sich und über sich."
Zweiter Herr: „Wie göttlich ist diese Staffage gewählt,sie ist nicht wie bei den ordinären Herrn Malern ein bloßerMaßstab für die Höhe der Gegenstände, er ist die Sache selbst,er ist das Bild, und indem er in diese Gegend, wie in einentraurigen Spiegel seiner eigenen Abgeschlossenheit hinein zuträumen scheint, scheint das schifflose einschließende Meer, dasihn wie sein Gelübde beschränkt, und das öde Sandufer, dasfreudenlos wie sein Leben ist, ihn wieder wie eine einsame vonsich selbst weissagende Uferpflanze symbolisch hervorzutreiben.