von Breiten in der Beschreibung seiner dreijährigen Dicnstbarkeit,so zu Alexandrien in Eghpten ihren Anfang und zu Constanti-nopel ihr Ende genommen, Gedruckt zu Heidelberg in GotthardVigelius Druckerei 1600. Aber von dem Hündlein von Breitenerzählt er nichts. Vielleicht war er kein Hundefrcund.
Das Hündlein von Breiten aber, dessen Bild an dem Stadt-thor ansgehaucn sein soll, war zu seiner Zeit ein sehr merkwür-diges Thier; denn damals waren die Künste und Wissenschaftenzu dieser vierbeinigten Nation noch gar nicht gelangt, und mitdiesem Ingenium pi-aeeox, oder voreilcnden Genie hat die Wieder-herstellung der Hundcwissenschaften in diesen Landen begonnen.Es war nämlich durch besondere Treue, liebenswürdige Reinlich-keit, zierliche Bewegung, Tanzen, Apportiren zu Wasser undLand, Aufwarten, Thürschließen und durch das mit Recht beliebte„Wie spricht der Hund?" ein Mirakel und ein Gegen-stand des Neides seiner Zeitgenossen. Vor Allem aber war inihm bewnndernswerth die moralische Selbstüberwindung. Dennes sprang nicht nur für allerhand beliebte hohe und niedereStandespersonen und für allerhand schöne Jungfern seiner Zeitdurch den Reif, sondern that auch für allerhand alte Weiber wasunsere neumodischen Hundestutzer nicht gern thun, seinen wohl-gemeinten toleranten Sprung. Weiter war es ihm ein Kleinesein großes Stück Braten auf der Nase zu balanciren und zugleichdem A. V. C. aufmerksam bis zum Buchstaben S. zuzuhören —denn so weit war damals erst das A. B. C. unter diesen Thierenbekannt, welche jedoch diesen Buchstaben ungern für einen Mit-lauter, lieber für einen süßlautenden Selbstlanter halten. Abervor Allem war unser Hündlein merkwürdig durch folgende Eigen-schaft, die leider der Gipfel seiner zeitlichen Kunst geworden, undvon welchem es herabstürzend sich mit seinem Untergang imSprichworte verewigte. Es holte nämlich mit einem Korb imMaul, in den man einen beschriebenen Zettel und das Geld