Tage bricht. Die Wüste aber wird darin grün werden und eineWeide der Lämmer. Eben weil solche heilbringende Vereine zugeistlicher Thätigkeit nur dann aus der Natur der Menscheuge-schichte hervorgehen, wenn die Gnade Gottes sich ihr durch denGlauben verbindet, haben sie sich von Anfang und zu allenZeiten in den Momenten ihrer Demüthigung, Buße und kind-lichen Aussöhnung mit dem Vater wiederholt; und werdendeswegen nie als ein Machwerk des stolzen, selbstsüchtigen Welt-geistes erscheinen, der seit dem Thurmbau zu Babel fortfährt,in steter Sprachverwirrung ewig von neuem scheiternde Selbst-hilfe zu versuchen, und jene allein auf Gotteshilse vertrauendenVerbindungen anzufeinden, zu verläumden, zu stören und zuverderben.
Es ist wahr, eine jener geistlichen Verbindungen stehtbereits den speculativen Kindern der Welt wieder an. Sieverschmähen es nicht, von den müheseligen Früchten geistlicherArbeit leiblichen,, zeitlichen Nutzen zu ziehen. Jene Orden, dieden Leib der Kranken Pflegen und den Armen nähren, erscheinenihnen gar bequem und wohlfeil; denn nachdem die Welt durchdie Zerstörung aller anderen Vereine zu geistlicher Thätigkeit nuran Armen, Sittenlosen, Kranken und Wahnsinnigen reichergeworden, glaubt sie diese Trophäen ihrer weltbeglückenden Feld-züge, diese Ausbeuten ihrer wissenschaftlichen Kunstreisen, dieseRheumatismen ihrer philosophischen Luftfahrten in keinen besserverwalteten und weniger kostenden Museen aufstellen zu können,als in den Hospitälern der barmherzigen Schwestern.
Das Nasenrümpfen und hämische Maulziehcn unserer bettel-stolzcn Zeit bei der Erwähnung geistlicher Orden spielt häufigin die Grimasse eines Don Ranudo de Colibrados hinüber, derso adelstolz als hungrig, mit hochgetragener aber schnuppernderNase, mit verachtendem aber wässerndem Munde den Hirsenbrerseines essenden gutmüthigen Dieners anblickt. Noch einen Grad