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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
Seite
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Leidende wimmerte nun dumpf vor Schmerzen. Am 15. Januarsagte sie:Weihnachten brachte mir das Jesuskind große Schmer-zen, ich war heute wieder in Bethlehem an der Krippe bei ihm,es hatte ein Wundfieber, es zeigte mir all sein und seiner MutterLeid, sie waren so arm, sie hatten heute nur ein Ränftchen Brod.Es gab mir noch größere Schmerzen und sagte:Du bist mein,du bist meine Braut, leide, wie ich gelitten, frage mich nichtwarum, es geht auf Leben und Tod I"" Ich weiß auch nicht wielange? nicht wie, noch wo? ich bin in, schrecklicher Marter blindhingegeben, ob ich lebe, ob ich sterbe, wie im Gebete steht:ichbin hingegeben, Gottes verborgener Wille geschehe an mir;""aber ich bin ruhig und habe auch Trost in der Pein. Heute frühnoch war ich sehr glücklich. Gelobt sei der Name des Herrn!"

Ihr Leiden wurde, wo möglich, noch größer, sitzend, mitgeschlossenen Augen, stöhnte sie mit ganz veränderter Stimme,und schwankte schlaflos hin und wieder; legte man sie hin, sodrohte sie zu ersticken, ihr schneller Athem rasselte, alle ihreNerven und Muskeln zuckten und hüpften vor Schmerz; durchdie Anstrengung des Erbrechens im Unterleibe beschädigt, litt sieverzweifelte Eingeweide-Schmerzen, man fürchtete den Brand.Ihre Kehle glühte vor Durst, ihr Mund war geschwollen undausgeschlagen, ihre Wangen brannten vor Fiebergluth, ihre Händewaren bleich wie Elfenbein, die Narben der Wundmale schimmertenwie Silber durch die gespannte Haut. Ihr Puls schlug . 160 bis180mal in der Minute. Von äußerster Marter sprachlos waralle Pflicht ihr doch gegenwärtig; am 26sten Abends stöhntesie mit dumpfer Stimme zu dem Schreiber:Es ist der neunteTag, die Kerze und die Andacht an St. Anna Kapelle mußvergütet werden." Sie hatte, was er nicht wußte, eine neun-tägige Andacht dort für sich halten lassen, und fürchtete, ihreUmgebung möchte aus Bestürzung darauf vergessen.

Am 27sten Nachmittags zwei Uhr empfing sie die heilige

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