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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
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und Schmerzen um es leiden, daß es heile und sich dem Leibeverbinde? Die Nächsten, schmerzlich Getrennten, aber sind umdas Herz aus der Brust geschnitten."

Da dachte ich in meiner Einfalt, das sind Wohl dieGeschwister, die nicht einig mit uns sind. Der Führer abersprach:Wer sind meine Bruder? Die, welche die Gebote meinesVaters halten, sind meine Brüder! Nicht unsere Blutsverwandtensind die Nächsten ums Herz, sondern die Christi-Blutsverwandten,die Kinder der Kirche, welche abgefallen," und er zeigte mir,die schwarze brandige Seite werde bald heilen, das wilde,faulende, die Wunden füllende Fleisch seien die Ketzer, welche inden Spaltungen wachsen, der kalte Brand seien die geistlichTodten, nicht mehr Mitfühlenden. Die verknorpelten Stellenseien die verhärteten eigensinnigen Irrgläubigen. So aber sahund fühlte ich jede Wunde und ihre Bedeutung. Der Leibreichte bis zum Himmel. Es war der Brautlcib Christi. Daswar ein großes Elend, ich weinte bitterlich, aber zugleich zerrissenund geharnischt von Schmerz und Mitleid arbeite ich mit allenKräften weiter.

Wie sich irdische Arbeiter in den Feierstunden durch Erzäh-lungen erheitern, und sie selbst sonst in der Feldarbeit ihreGesellinnen mit heiligen Geschichten erquickt hatte, ward sie inspäteren Ruhepunkten ihrer Winzer-Arbeit noch in Bildern vonder Bedeutung vieler Früchte unterrichtet, wovon hier einigeUmrisse nach ihrer flüchtigen Mittheilung:Ich sah in demhimmlischen Jerusalem einen geistigen Baum von farbigem Lichte,nicht unter, sondern vorwärts dem Throne Gottes in einemschwebenden Berg oder Felsen von farbigen Edelsteinen undKristallformen wurzeln. Der Stamm war ein Strom vongelbem Lichte, die Zweige und Aestlein bis in die Adern derBlätter waren dickere und feinere Lichtfäden von verschiedenerFarbe und Gestalt, die Blätter waren von grünem und gelbem