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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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Ich war noch unwillig . auf meinen Mann wegen seinernächtlichen Eifersucht, und sagte:Ja, ich habe ihn als einenThoren kennen gelernt." Aber da die Zeit der Trennung fastverflossen war und ich meine Arme um ihn schlang und ausrief:Lebe wohl, lieber, lieber Ludwig! Sieh, wie diese heiligeStunde des Wiedersehens verflossen ist, .so geht auch bald dasganze elende Leben dahin: habe ein wenig Geduld, Alles ist baldzu Ende." Da brach er drei Nüsse von einem. Baume bei derKapelle, und sprach:Diese Nüsse wollen wir zu ewigem Ange-denken noch zusammen essen, und -so oft wir Nüsse sehen, wollenwir aneinander gedenken." Er biß-die erste Nuß auf, theilte siemit mir und küßte mich zärtlich.Ach," sagte er,da fällt mirein alter Reim von den Nüssen ein, er fängt an: iniiea mixxroäesi, eine einzige Nuß ist nützlich; aber es ist nicht wahr,denn wir müssen bald scheiden. Die folgenden Worte sind wahrer:noovt sllora, die zweite schadet; ja Wohl, ja wohl, denn wirmüssen bald scheiden!" Da umarmte er mich unter heftigenThränen, und theilte die dritte Nuß mit mir und sagte:Beidieser sagt der Spruch wahr; o Amelie, vergiß mich nicht, betefür mich! lerlis mors e-i, die dritte Nuß ist der Tod!" Dasiel ein Schuß, Ludwig stürzte zu meinen Füßen.lertia morsest!" schrie eine Stimme durch das Fenster der Kapelle; ichschrie:O Jesus, mein Bruder, mein armer Bruder Ludwigerschossen!"

Allmächtiger Gott! Ihr Bruder war es?" rief derBürgermeister aus.

Ja, es war mein Bruder," erwiederte sie ernst.Und nunerwägen Sie mein Leid, da mein Mann, als der Mörder, miteiner Pistole vor mich trat; er hatte noch einen Schuß in demGewehr, er wollte sich selbst todten. Ich aber entriß ihm dieWaffe und warf sie in das Gebüsch:Flieh, flieh!" rief ich aus,die Gerechtigkeit verfolgt dich, du bist ein Mörder geworden!"