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vor das Herz gelegt, wie ein Eisbrecher, und alle die Schmerzen,die wie Grundeis gegen mich stürzten und mir das Herz gewiß !abgestoßen hätten, die zerbrachen an diesem Stein und trieben Ikalt vorüber. Ich will Ihm etwas erzählen, das ist betrübt:
„Als mein Pathchen, die schöne Annerl, ihre Mutterverlor, die eine Base von mir war und sieben Meilen vonuns wohnte, war ich bei der kranken Frau. Sie war dieWittwe eines armen Bauern, und hatte in ihrer Jugend einenJäger lieb gehabt, ihn aber wegen seines wilden Lebens nichtgenommen. Der Jäger war endlich in solch' Elend gekommen,daß er auf Tod und Leben wegen eines Mordes gefangen saß.Das erfuhr meine Base auf ihrem Krankenlager, und es that ^ihr so weh, daß sie täglich schlimmer wurde, und endlich inihrer Todesstunde, als sie mir die liebe schöne Annerl als meinPathchen übergab und Abschied von mir nahm, noch in denletzten Augenblicken zu mir sagte: „Liebe Anne Margareth,wenn du durch das Städtchen kömmst, wo der arme Jürgegefangen liegt, so lasse ihm sagen durch den Gefangenwärter,daß ich ihn bitte auf meinem Tödesbctt: er solle sich zu Gottbekehren, und daß ich herzlich für ihn gebetet habe in meinerletzten Stunde, und daß ich ihn schön grüßen lasse." — Baldnach diesen Worten starb die gute Base, und als sie begrabenwar, nahm ich die kleine Annerl, die drei Jahr alt war, aufden Arm und ging mit ihr nach Haus.
„Vor dem Städtchen, durch das ich mußte, kam ich an derScharfrichterei vorüber, und weil der Meister berühmt war alsein Viehdoctor, sollte ich einige Arznei mitnehmen für unsernSchulzen. Ich trat in die Stube und sagte dem Meister, waSich wollte, und er antwortete, daß ich ihm auf den Boden ^folgen solle, wo er die Kräuter liegen habe, und ihm helfenaussuchen. Ich ließ Annerl in der Stube und folgte ihm.Als wir zurück in die Stube traten, stand Annerl vor einem