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Ihr Bienlcin ziehet aus dem Feld,
Man bricht euch ab das Honigzelt,
Die Bronnen der Wonnen,
Die Augen, die Sonnen,
Der Erdsterne Wunder,
Sie sinken jetzt unter,
All in den Erndtekranz hinein.
Hüte dich, schönes Blümelein!
O Stern und Blume, Geist und Kleid,
'Lieb', Leid und Zeit und Ewigkeit!
Den Kranz helft mir winden,
Die Garbe helft binden,
Kein Blümlein darf fehlen,
Jed' Körnlein wird zählen, Der Herr auf seiner Tenne rein.
Hüte dich, schönes Blümelein!"
Unter dem Sausen der Sense, dem Sinken und Aufsteigender Mehren, dem Niederströmen meiner Thränen in den Blumen-kranz, der mich schon ganz umwand, verstummte endlich das Lied,und ich sah nichts mehr Einzelnes. Der Traum ward nun rechtwie ein Traum, ich saß darin und fühlte mich wie der bittereKern in einer süßen Frucht, die der Morgenwind auf dem Zweigewiegt. Ich unterschied nichts mehr deutlich; dichte weiße Thau-nebel lagen überm Stoppelfeld; ich fühlte mich emporgehoben, ichsaß in dem thauigten Erndtekranz hoch zwischen Garben. Ichsaß auf dem Erndtewagen, er schwankte unter mir vorwärts; eswar kalt, ich war naß von Thau und Thränen; ich hörte Liederum mich und sah die Singenden nicht. Da krähte Alektrho, dermit Gallina vorn auf dem Erndtewagen saß und ich erwachte,und hörte den Hahnenschrei wirklich draußen in dem Schloßhof.
Ich konnte mich nicht gleich finden, meine Augen warennoch voll Thränen; ich hörte das Singen noch, aber ich saß aufkeinem Erndtewagen, ich lag auf meinem Bettchen; ich drehte