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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
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Tage. Es wurden Maien im Walde geholt und Blumen aufder Wiese, um das Fest zu schmücken.

Pfiugstsonntag. Als ich erwachte, fand ich auf derWiese vor dem Schloß, meinen: Fenster gegenüber, einen schönenMaieubaum von den Gespielen und den Waisenkindern gepflanzt.Er war mit Kränzen von Siebenfarbenblumen und Bändern vonsiebenerlei Farben geschmückt. Als der Tag anbrach, standen dieGespielinnen darunter und sangen mir ein Pfingstlied. Ichdankte und lud sie auf Morgen zum Fest unter die Maie.

Pfingstmontag. Meine Ordensgespielinnen führtenam Nachmittage schier alle Kinder der Stadt unter die Maie. DieArmen hatten den Vortritt, sie waren neu gekleidet; sie zogenalle mit Blumen bekränzt um die gedeckten Tische singend umherund wurden mit Hirsenmnß bewirthet, wir Ordensgespielen gössenallen den Honig darauf und dienten ihnen. Hierauf sangen wirund tanzten Rcihentänze und ließen viele weiße Tauben fliegen,die mit bunten Bändern und Silberpfennigen geschmückt waren;wir waren sehr freudig.

Pfingstdicnstag. Heute gegen Abend kam eine großeSchaar unserer Pflegekinder mit grünen Zweigen und Blumen-kränzen geschmückt, sie zogen einen mit Laub verzierten Kinder-wagen, worauf die Pfingstbraut saß, in den Schloßhof. DiePfingstbrant war eine der Ordensgespielinnen, sie hatten sie imWalde so mit Laub und Blumen verhüllt, daß sie, einem großenBlumenstrauß ähnlich, ganz und gar nicht zu erkennen war. EinSchleier von Siebenfarbenblumen bedeckte ihr Gesicht. Sie trugeine Weiße Taube in den Händen. Nun mußte ich rathen, welchevon meinen acht Gespielinnen die Pfingstbrant sei; die siebenandern folgten in einem dicht vcrlanbten Wagen dem Zuge.

Da ich dreimal falsch rieth, ließ die Braut die Taubefliegen, welche ihren Namen auf einem Zettel anhängen hatte.Nun mußte ich die Taube fangen, oder die Braut und alle